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| Jon Pult

Medienvielfalt - es geht weiter!

Zuerst waren wir zu dritt. Bald sehr viele mehr. Am 8. April haben wir uns im in Zürich im Kosmos getroffen und es geht weiter.

Damen und Herren, liebe Mitstreiterinnen

Am 4. März hat die Schweiz die «No Billag»-Initiative abgeschmettert. Ein starkes Zeichen für die Medienvielfalt!

Nach der Abstimmung waren aber nicht etwa die Stimmen der jungen Mediennutzer zu hören, die sich zu 80 Prozent für ein umfassendes SRG-Angebot ausgesprochen haben, sondern vor allem die Vertreter der niedergehenden Zeitungsmedien. Die Annahme, ein schlechtes SRG-Online-Angebot würde den Zeitungsverlegern die Zukunft sichern, ist falsch. Trotzdem nimmt man bewusst eine schlechter informierte Bevölkerung in Kauf. Wenn die SRG die jungen Leute nicht erreichen kann und darf, braucht es mittelfristig keine SRG.

Dies hat uns dazu bewogen, zusammenzustehen. Wir brauchen eine neue Medienpolitik. Auf der Höhe des digitalen Zeitalters. Wir brauchen nicht weniger, sondern einen zeitgemässen Service Public.

Zuerst waren wir zu dritt. Bald sehr viele mehr. Am 8. April haben wir uns im in Zürich im Kosmos getroffen. Zusammen haben wir die Idee der Volksinitiative «Medienvielfalt im digitalen Zeitalter (Medienvielfalt-Initiative)» diskutiert.

Die Schwierigkeit besteht zurzeit darin, dass das neue Mediengesetz und die Revision des bestehenden Radio- und TV-Gesetzes aktuell im Parlament diskutiert und behandelt werden. Noch ist unklar, ob sich die Zeitungsverleger und ihre Lobbyisten durchsetzen können, und erneut ein völlig rückwärts gewandtes Gesetz durchdrücken können, oder ob eine zukunftsgewandte Gesetzgebung eine Chance hat, die etwa nicht mehr Kanäle, wie Zeitung, Radio oder TV unterscheidet, sondern nur noch Medienangebote kennt.

In der Begleitung dieses gesetzgeberischen Prozesses, quasi als Watchdog im Interesse der informierten Bürgerin, sehen wir unsere Hauptaufgabe. Setzen Tamedia & Co ihre Interessen in der neuen Gesetzgebung vollumfänglich durch, sollten wir, dank breiter Unterstützung, schnell bereit sein, Gegenmassnahmen zu ergreifen.

Darüber hinaus bestand breiter Konsens:

Es braucht Bewegung für Medienvielfalt im digitalen Zeitalter. Es braucht eine zivilgesellschaftliche Offensive in Form einer Volksinitiative. Und: Der vorliegende Initiativ-Vorschlag muss einfacher, schlanker und präziser werden.

Klar war auch: Damit sich etwas tut, müssen wir mehr werden. Wir wollen mit der Arbeit nur nur starten, wenn wir mindestens 500 Leute sind. Natürlich mobilisieren wir online. Ab nächster Woche. Du hörst wieder von uns.

Willst du eineR der 500 sein? Halte dich bereit!

Freundlichst,

die initiativen Drei
Hansi, Jon & Moritz